Ohren anlegen Krankenkasse

In welchen Fällen übernimmt die Kosten für das Ohren anlegen die Krankenkasse?

Abstehende oder auch zu große Hörorgane werden von den meisten Menschen als störend empfunden, da sie – zumindest was das europäische Normverständnis angeht – das Gesamtbild des Gesichtes eher unattraktiv erscheinen lassen. Eine Ohrenkorrektur gehört in den Bereich der ästhetisch-plastischen Chirurgie und ist somit ein Eingriff, der aus rein äußerlichem Grund erfolgt. Abstehende Ohren gefährden nicht die Gesundheit, sodass das Anlegen der Ohren für die Frau und für den Mann im Erwachsenenalter einen kosmetischen Eingriff darstellt, dessen Kosten von den Patienten unter normalen Bedingungen auf eigene Rechnung zu zahlen sind.

Dennoch kann es in Einzelfällen hilfreich sein, sich über die Möglichkeiten einer eventuellen Kostenübernahme durch die Krankenkasse im Vorfeld genauer zu erkundigen. Sollte sich die Operation aus medizinischer Sicht erforderlich machen (Verletzungsgefahr im Beruf, entstandene Verletzungen etc.), kann ein entsprechender Antrag an die Krankenkasse zur Übernahme der Behandlungs- und Zusatzkosten durchaus vollständig oder zumindest teilweise bewilligt werden. Zögern Sie daher nicht generell, Ihre Kasse diesbezüglich zu kontaktieren.

Meistens erstatten die Kassen die kompletten finanziellen Aufwendungen für eine Otopexie für Kinder bis zum Vorschulalter – im Anschluss daran kommt es oft schon zu konsequenten Ablehnungen. Einige Krankenkassen beteiligen sich allerdings auch bei Kindern bis hin zum zwölften Lebensjahr noch umfangreich an den Kosten. Schon allein aus diesem Grund ist es sinnvoll und ratsam, das Anlegen der Ohren im frühen Kindesalter in Betracht zu ziehen. Informieren Sie sich individuell bei Ihrem Versicherungsträger und formulieren Sie in Ihrem Antrag auf Kostenübernahme die Notwendigkeit der Maßnahme so ausführlich und überzeugend wie möglich. Ob und in welcher Höhe der Träger den finanziellen Aufwand übernimmt, liegt allein im Ermessen der Krankenkasse. Die Garantie auf einen Erstattungsanspruch kann daher nicht grundlegend gegeben werden, doch sollten Sie diesbezüglich nichts unversucht lassen.