Ohren anlegen Fadenmethode

Die Fadenmethode ist eine minimalinvasives, sehr sanftes Behandlungsprinzip, das zur Formung der Anthelixfalte bzw. zur Verkleinerung der inneren Ohrmuschel oder der Annäherung dieser an den Schädel angewendet wird und gilt als fortschrittlichste Technik beim Ohren anlegen. Hierbei wird auf äußere Schnitte verzichtet – nur eine, selten mehrere Vektornähte führen gewöhnlich zum gewünschten Resultat. Da die Fadentechnik zum Zwecke der Ohr Operation ständig weiterentwickelt und überwiegend angewendet wird sowie hierbei nur sehr feine Fäden zum Einsatz kommen, die das Ohr in die neue Position bringen, können mittlerweile sichtbare Narben bei den meisten Patienten vollständig ausgeschlossen werden. Anders als bei klassischen Techniken werden die Knoten an den Enden vom Faden tief im Knorpel der Ohrmuschel versteckt, sodass es nicht zu tastbaren Verhärtungen hinter den Ohren kommt. Die Anwendung der reinen Fadenmethode hinterlässt normalerweise keinerlei Hautnarben.

Eine Ohren-OP (Otopexie) zur Korrektur von Unregelmäßigkeiten ist praktisch in jedem Alter ohne Einschränkungen möglich. Sie gilt als Standardbehandlung innerhalb der ästhetisch-plastischen Chirurgie. Leider erstattet die Krankenkasse nur äußerst selten die Kosten für einen solchen Eingriff – die teilweise Übernahme sollte jedoch zumindest bei Kindern unter 10 Jahren angestrebt werden, auch wenn gegebenenfalls nur sehr geringe Gebührensätze übernommen werden würden, die zumindest aber die Materialkosten für die Operation einsparen könnten. Stellen sie in jedem Falle einen Antrag auf Kostenübernahme zur Ohrenkorrektur und bringen Sie überzeugende Begründungen vor, warum Sie die Maßnahme für sich oder Ihr Kind als dringend notwendig erachten (psychische Störungen, mangelndes Selbstwertgefühl, Depressionen, Kontaktarmut, Zukunftspläne in der Öffentlichkeit etc.). Für Kinder im Vorschulalter werden die Operationskosten meist ohne lange Erklärungen von der gesetzlichen Krankenkasse getragen.