Ohren anlegen bei Kindern und Erwachsenen

Grundsätzlich ist die Ohrenkorrektur bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen gewöhnlich ohne ernsthafte Komplikationen durchführbar – den Eingriff kann man beinahe in jeder Altersklasse vornehmen lassen. Oft ist es bereits bei einem Baby festzustellen, inwieweit die Ohren nicht „der Norm“ entsprechen.

Wenn es um die Frage geht, ab welchem Alter sich das Ohren anlegen generell empfiehlt, sollten die Eltern zumindest das 3. Lebensjahr des Kindes abwarten, damit die Zeit des hauptsächlichen Wachstums der Ohren bereits weitestgehend abgeschlossen ist. Besser noch nach dem fünften Geburtstag, jedoch dem Kind zuliebe möglichst vor der Einschulung, um erst gar keine Hänseleien von belustigten Mitschülern zu „provozieren“. Sich ständig wiederholende Bezeichnungen wie „Segelohr“ oder „Elefantenohr“ (selbst wenn diese nicht einmal prinzipiell böse oder abwertend gemeint sind) verursachen bei den von abstehenden Ohren betroffenen Kindern unter Umständen tiefgreifende psychische Probleme, die sich resultierend daraus oft in auffälligen Kontaktschwierigkeiten äußern und somit durchaus auch das soziale Verhalten einschränken können. Driftige Gründe also dafür, den Zeitpunkt, ab wann bei Kindern die Ohrenstellung korrigieren zu lassen sinnvoll ist, möglichst so zu legen, dass die genannten Unannehmlichkeiten komplett ausbleiben. Ersparen Sie Ihrem Kind den Spott des sozialen Umfeldes und informieren Sie sich rechtzeitig bei der Krankenkasse zwecks Übernahme der Kosten für die plastisch-chirurgische Operation. Solange das Vorschulalter nicht überschritten wird, sollten diesbezüglich keine Widersprüche durch die Kassen erfolgen.

Gravierender Unterschied zur Otopexie bei Erwachsenen und Kindern ist in jedem Falle der Kostenfaktor, da dieser Eingriff allgemein als kosmetische Operation gilt und somit im Erwachsenenalter regulär nicht von der Krankenkasse getragen wird. Auch wenn die Behandlung zum mittlerweile routinierten Standard in der ästhetisch-plastischen Chirurgie gehört, sind kleine Risiken nicht immer ausgeschlossen. Blutergüsse oder eine leichte Schwellung am Hörorgan sind nicht ungewöhnlich, heilen jedoch innerhalb kurzer Zeit ab (innerhalb von 2 Wochen). Etwaige Infektionen als erfahrungsgemäß selten auftretende Komplikation werden weitestgehend erfolgreich mit Antibiotika behandelt.